Breiter Grieskogel

3287 m

 

Steckbrief: Charakteristik: leichte Gletschertour
  Schwierigkeit: F + (Eis 40°) 
  Ausgangspunkt, Talort: Winnebach/ Gries im Sulztal 1692 m
Stützpunkt: Winnebachseehütte 2362 m 
  Höhenmeter: Hütte: 670 m/ Gipfel: 925 m/ Insgesamt: 1595 m
  Zeit: Hütte: 2 std/ Gipfel: 3 std/ Aufstieg: 5 std/ Abstieg: 3,5 std
  Karte: DAV-Karten 31/2 Sellrain, 31/1 Hochstubai
  Highlight: Ausblick vom Gipfel auf den benachbarten Strahlkogel über dem Grasstallferner; genialer Zirbenschaps auf der Winnebachseehütte.
  Tourdaten: 29.-30.09.06;  Andy + Matze
   
Route:  
 

Winnebach (oberhalb von Gries i. Sulztal) - Winnebachseehütte - Winnebachkar - Grieskogelferner - Breiter Grieskogel - und zurück

Von Winnebach auf bezeichnetem Steig (Nr.11) zuerst steil durch ein Waldstück, dann immer links des Winnebachs bergan, zuletzt flacher in den hinteren Talgrund unterhalb der Bachfalle (Wasserfall). Schließlich nordwestlich hinauf zu der sich erst jetzt zeigenden Winnebachseehütte, 2362 m (Übernachtung).

Ab der Hütte zunächst auf Weg-Nr.142 nordwestwärts ins Winnebachkar. Bei der anschließenden Weggabelung links ab, in der Folge westlich am Leschhorn vorbei, den Steig immer bergan auf das weithin sichtbare Zwiesebachjoch zu. Kurz bevor dieses erreicht wird, beim Wegweiser links ab und auf Steigspuren bis zur Zunge des Grieskogelferners. Der Grieskogelferner wird an seinem orographisch rechten Rand betreten. Die sich nun aufbäumende ca. 70 m hohe Steilstufe im Eis wird südlich umgangen. Nach der Steilstufe weiterhin am äußersten orographisch rechten Rand aufwärts (Spalten!) und auf den Rücken links des Gipfels zuhalten. Unschwierig über die wenigen Hm im Fels auf den Rücken und nordwestlich in wenigen Minuten zum Gipfel.

Abstieg wie Aufstieg.

   
Beschreibung:

 

 

Es dämmert: Blick vom Winnebachkar nach Osten auf Hinteren Brunnenkogel, Bachfallenkopf, Bachfallenferner, die Putzenkarschneiden und den Säuischbachferner (von links nach rechts).
     
 

Auf bez. Steig immer in Richtung auf das Zwiesselbachjoch (tiefste Einsattelung, leicht rechts der Bildmitte) zu.
   
 

So nach und nach gerät der Grieskogelferner in unser Blickfeld. Dieser wird durchwegs an seinem orographisch äußerst rechten Rand begangen. Die Wolke hängt genau über dem von dieser Seite nicht sehr ausgeprägten Gipfel.
   
 

Hält man sich immer an den orogr. rechten Rand des Grieskogelferners, so bewegt man sich praktisch bis nach dem Erklimmen der Steilstufe im spaltenfreien Gelände. Im Hintergrund ragt genau über Matze der Winnebacher Weißkogel, 3185 m auf.
   
 

Schnell geht`s seilfrei über den unteren Teil auf die Steilstufe zu und am orogr. rechten Rand geradewegs hinauf.
   
 

Im nun nach der Steilstufe wieder flacheren Teil, in dem logischerweise zahlreiche Spalten anzutreffen sind, ziehen sich diese bis an den Rand durch! Also: Anseilen bei nicht aperen Bedingungen unerlässlich!
   
   
   
   
   
   
 

Im Bild ein Teil der Spaltenzone des Grieskogelferners im Vorfeld der Steilstufe. Nach der Steilstufe nun nicht wie im AVF angegeben den Ferner queren, um auf den Grat knapp rechts des Gipfels zuzuhalten (aufgrund der Ausaperung große Löcher!), sondern am besten am orogr. rechten Rand weiter auf den Rücken links des Gipfels zuhalten...
   
 

...über diesen, teils plattig und über Schutt, aber unschwierig hinauf ...
   
 

... und am Rücken weiter zum Gipfel mit Kreuz und Buch.
   
 

Der Strahlkogel, 3295 m über dem Grasstallferner mit seinem langen Ostgrat zieht unsere Blicke in seinen Bann.
   
 

Tiefblick auf den Eissee am Gletschertor des Grasstalferners. Aller Aussicht zum Trotz machen wir uns schließlich auf den Rückweg...
   
   
   
   
   
   
 

... und begehen die Steilstufe und den unteren Teil des Grieskogelferners wieder seilfrei. Aufgrund des hier gutmütigen Gletschers fällt uns...
   
 

...allerhand Blödsinn ein. Bald ist das Gletschertor des immer weiter zurückweichenden Grieskogelferners erreicht...
   
 

... wo wir nochmals den Ausblick auf den Bachfallenstock vor dem Schrankogel ( Bildmitte) genießen.
   
 

Schnell hinab zur gemütlichen und idyllisch gelegenen Winnebachseehütte, wo wir uns schon wieder auf a paar Stamperl Zirbenschnaps freuen.