Durreck Gruppe

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Hirbernock
 

Hirbernock

3010 m

 

Steckbrief: Charakteristik: einsame, weglose Grattour
  Schwierigkeit: F ( Fels I ) 
  Ausgangspunkt, Talort: Rein in Taufers/ Reintal 1598 m
Stützpunkt: ---
  Höhenmeter: Hütte: ---/ Gipfel: 1412 m/ Insgesamt: 1412 m
  Zeit: Hütte: ---/ Gipfel: 5 std/ Aufstieg: 5 std/       Abstieg: 3 std
  Karte: Tobacco-Karte 035 Rieserfernergruppe
  Highlight: abgelegene, einsame und stille Route; tolle Einblicke in die Durreck-Gruppe.
  Tourdaten: 24.05.05;  Andy + Gerhard + Annemarie
   
 

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Route:  
 

Rein (Parkplatz Kirche) - Lobiser Schupfen - Mittermayer Alm - Moosmaier Alm - Hirberalm - Südschulter (Steinmann) - Südgrat - Hirbernock - und zurück

Bei der Kirche von Rein, gleich hinter dem Gasthof Berger beginnt der Steig-Nr. 10, der nordwestwärts in den Wald führt. In einigen Kehren aufwärts zu mehreren eigenartig übereinander angeordneten Heuschupfen, den Lobiser Schupfen (1959 m). Hier trifft man auf dem Panoramaweg (Markierung 1a), der von Ahornach herüber kommt und zur Durraalm führt. Auf diesem Weg nach rechts, in fast ebener Querung vorbei an Mittermayer Alm (1990 m) und Moosmaier Alm (2069 m) zur Hirberalm (2096 m). Ab nun hat man zwei Möglichkeiten: (1) entweder steigt man auf Höhe des hölzernen Brunnentroges weglos über den oberhalb gelegenen Wiesenhang auf, wo man auf mehrere Spuren des Viehtriebes trifft. Diesen folgt man von links nach rechts (Osten) immer in Richtung auf den weithin sichtbaren Steinmann auf der Südschulter des Hirbernock zu. Man quert das im weiten oberhalb gelegene Hochtal und steigt am besten  in dem breiten Einschnitt links der Südschulter auf den Grat an (man betritt den Grat ca. 50 Hm oberhalb des Steinmanns auf ca. 2600 m), oder: (2) man folgt dem Panoramaweg noch ein paar Minuten, bis kurz vor den herabziehenden Südrücken des Hirbernock. Ab hier weglos und über steiles Gelände mit mageren Grasbüscheln immer in Richtung Steinmann auf der Südschulter hinauf, auf einen kleinen Einschnitt in einer Felsstufe zu. Über diesen Einschnitt aufwärts auf die Südschulter, 2558 m (immer auf dem grasigen Rücken bleibend), den Steinmann sieht man erst wieder, als man vor diesem steht. Von der Südschulter aus sieht man, dass der weitere Aufstieg zum Gipfel keine Probleme mit sich bringt. Am besten nun der direkten Gratlinie (rechts; alternativ links durch eine Mulde) folgen. In unschwieriger Gratkletterei, wo sich grasbewachsene Stellen mit kurzen nicht ausgesetzten Felsstufen abwechseln, über den Südgrat auf den Gipfel.

Abstieg wie Aufstieg.

   
Beschreibung:

 

 

Der Anstieg auf den Hirbernock (gestrichelte Linie) nochmals im Überblick.
     
 

Im Aufstieg zu den Lobiser Schupfen: die Südansicht des Durreck gerät ins Blickfeld...
   
 

Die Lobiser Schupfen, 1959 m sind erreicht. Von nun an auf dem Panoramaweg (Markierung 1a) weiter bis zur Hirberalm.
   
 

Beim Aufstieg fängt die eindrucksvolle Gabelspitze (3076 m) den Blick ein: aufgrund ihres charakteristischen Aussehens ist sie schon von weitem zu erkennen... der Große und Kleine Reinhard "bewachen" rechts und links den Zugang zum Hochtal unter der Gabelspitze...
   
 

Auf dem Weiterweg zur Hirberalm kommt der Südrücken der Hirbernock in Sicht. Der Pfeil zeigt die Südschulter mit dem schon von weitem sichtbaren Steinmann, dem wichtigsten Orientierungspunkt des Aufstieges.
   
 

Hier sind die zwei Aufstiegsalternativen mit Pfeilen markiert: (1) links der Aufstieg ab Brunnentrog der Hirberalm über das Hochtal und den breiten Einschnitt unterhalb des Felszackens auf den Grat oberhalb der Südschulter; (2) rechts der direkte steilere Anstieg auf die Südschulter. Wir wählten die Alternative (1) für den Anstieg, die Alternative (2) für den Abstieg.
   
 

Die Alternative (1) kurz vor dem Ausstieg auf den Südgrat: grasdurchsetzte, einfache Schrofenkletterei.
   
 

Am Rastplatz auf 2600 m nach dem Aufstieg zum Grat über die Alternative (1). Unten links die Südschulter mit dem Steinmann, 2558 m.

Während der Pause (sitzen!) erlitt ein Seilschaftsmitglied bedauernswerterweise einen Bandscheibenvorfall und wir waren zur Umkehr gezwungen!!!

   
 

Der Gipfel der Hirbernock vom Rastplatz aus: 400 Hm wären es noch gewesen...
   
 

zurück am Steinmann auf der Südschulter (2558 m): rechts der Südgrat mit dem Gifpel.
   
 

Ausblick Teil I: von rechts nach links, Durreck (3135 m) und Großer Moosstock (3059 m), die zusammen mit der Hirbernock (3010 m) der Durreck Gruppe angehören. Diese wird als westlichster Seitenast noch zur Venediger Gruppe gerechnet.
   
 

Ausblick Teil II: von rechts nach links, Schneebiger Nock  (3358 m) und Hochgall (3436 m) in der Rieserfernergruppe.

   
 

der weitere Abstieg über die Alternative (2), mit Bandscheibenvorfall nicht wirklich spaßig... trotz allem schafften wir es schließlich heil und ohne Hubschrauber zurück! Unten links ist die Hirberalm zu erkennen.