Ötztaler Alpen

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Fineilspitze
 

Fineilspitze

3514 m

 

Steckbrief: Charakteristik: alpine Grattour
  Schwierigkeit: PD - ( Eis 40°/ Fels I ) 
  Ausgangspunkt, Talort: Vent 1894 m
Stützpunkt: Martin-Busch-Hütte  2501 m    bzw. Similaunhütte 3019 m 
  Höhenmeter: Hütte: 1125 m (Similaunhtt.)/ Gipfel: 495 m/ Insgesamt: 1620 m
  Zeit: Hütte: 4 std/ Gipfel: 2 std/ Aufstieg: 6 std/    Abstieg: 3,5 std
  Karte: DAV-Karten 30/1 Gurgl, 30/2 Weißkugel
  Highlight: schöner Gratabschluss über Ötzi`s Eisgrab
  Tourdaten: 12.- 13.07.06;  Andy + Matze
   
 

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Route:  
 

Vent (Parkplatz) - Martin-Busch-Hütte - Niederjochferner (Westarm) - Similaunhütte - Ötzi-Denkmal beim Tisenjoch - Hauslabjoch - Hochjochferner - Nordostgrat - Fineilspitze - Hauslabjoch - Eisfeld im Kar unter Hauslabjoch - Martin-Busch-Hütte - Vent (Parkplatz)

Vom Parkplatz (am Ortseingang -kostenpflichtig-, oder in der Ortsmitte) zunächst über die Venter Ache und der Straße nach rechts bis ans Ortsende folgen. Beim letzten Haus über den Niedertalbach und anschließend auf Steig-Nr. 923 taleinwärts. Nach gut einer Stunde in bequemer Steigung erreicht man eine Schäferhütte, 2230 m (keine Bewirtschaftung). Von hier weiter bergan, zuletzt nach rechts auf das Samoar, einem Plateau hoch über dem ehemaligen Zusammenfluss dreier Gletscher, auf dem die Martin-Busch-Hütte, 2501 m thront. Anschließend den Wegweisern zur Similaunhütte folgend, zuletzt auf die orographisch linke Seitenmoräne des Niederjochferners in den hintersten Talgrund des Niedertales. Auf ca. 2920 m wird der hier flache und spaltenfreie Niederjochferner betreten, dem man an seinem orographisch linken Rand zur Similaunhütte, 3019 m folgt (Übernachtung). Hierher schöner, bei Vorausschaltung einer Tour zum Similaun.

Von der Hütte auf markiertem, z.T. drahtseilversichertem Steig nordwestlich über die Jochköfel, später dem Gratverlauf nördlich ausweichend auf ein Firnfeld hinab und wieder bergan bis zum Punkt 3221 m. Kurz absteigen zum Ötzi-Denkmal beim Tisenjoch auf ca. 3210 m (Das Denkmal befindet sich ca. 70 Meter südwestlich von der wirklichen Mulde, in der Ötzi 5000 Jahre lang "schlummerte"). Nun auf Steigspuren nördlich ins Hauslabjoch queren, 3279 m. Jenseits kurz über den Hochjochferner und im Anschluss über den steiler werdenden Firnrücken zum Ansatz des Nordostgrats. Über diesen im Blockwerk, teils ausgesetzt (I), zum Gipfel, 3514 m.

Vom Gipfel zunächst zurück zum Hauslabjoch. Nun noch vor dem Ötzi-Denkmal links ab, ins Kar unterhalb des Hauslabjoches. Zuerst über ein abschmelzendes Eisfeld und anschließend links haltend weiter hinab zum Weg, der von der Martin-Busch-Hütte heraufführt. Dieser wird in etwa auf Höhe des Gletschertores des Niederjochferner Ostarms, bei ca. 2900 m, erreicht. Nun zurück zur Martin-Busch-Hütte und weiter den Hatscher talaus nach Vent zum Parkplatz.

   
Beschreibung:

 

 

Der Tag bricht auf der 3019 m hoch gelegenen Similaunhütte an: Blick nach Südwesten in die Ortler Gruppe.
     
 

Auf markiertem Steig geht es zur Ötzi-Fundstelle gleich hinter der Hütte nordwestlich bergan.
   
 

Zunächst bei den Jochköfeln direkt am teilweise drahtseilversicherten Grat weiter in Richtung Tisenjoch, ehe Punkt 3143 m auf der Nordseite über ein Firnfeld absteigend umgangen wird.
   
 

Es lohnt sich immer wieder ein Auge auf die Schauseite unserer gestrigen Gipfeltour zu werfen: den Similaun über dem Niederjochferner.
   
 

Vom Firnfeld nun auf den breiten Rücken und weiter zum Ötzi-Denkmal beim Tisenjoch.
   
 

Hier beim Tisenjoch endet auf ca. 3210 m der markierte Steig. Das Gipfelkreuz der 3514 m hohen Fineilspitze winkt schon...
   
 

... hierzu kurz gegen Norden ins Hauslabjoch, 3279 m queren...
   
 

... schon zeigt sich die formschöne Fineilspitze über einer der vielen Firnbuchten des Hochjochferners. Der weitere Wegverlauf ist klar vorgezeichnet: am linken Rand (im Aufstiegssinn) über den Ferner auf den Ausläufer des Nordostgrats zuhalten, oder so weit wie möglich über das Firn-/ Eisfeld (ca. 40°) hinauf und schließlich über die teilweise luftige Gratschneide (I) auf den Gipfel.
   
 

Obwohl hier das eigentliche Zuckerl der Tour beginnt, verzichteten wir zähneknirschend ob der Hüftverletzung meines Begleiters auf das finale Sahnestück und gaben uns mit Ausblicken auf Fluchtkogel, 3500 m über dem Kesselwandferner (links der Bildmitte - mit entsprechender Vergrößerung ist sogar das Brandenburger Haus zu erkennen), auf die Gletschermulde des Gr. Vernagtferners (rechts der Bildmitte) und auf die Wildspitze (ganz rechts in den Wolken) zufrieden.
   
 

Im Abstieg vom Hauslabjoch kurz zurück in Richtung Tisenjoch, noch vor dem Denkmal links ab ins Kar unter dem Hauslabjoch...
   
 

... weiter über ein abschmelzendes Eisfeld mit Ausblick auf Similaun, Marzellspitzen und Hinterer Schwärze in leichter Linksquerung auf den Anstiegsweg zur Similaunhütte zuhalten.
   
 

Lang wird das Eisfeld der Sonne wohl nicht mehr standhalten.
   
 

Blick vom Kar auf den flachen, unteren Teil des Niederjochferner Westarms: am rechten Gletscherrand stauen sich, einer Ameisenstraße gleich, potentielle Gäste auf der letzten Etappe zur Similaunhütte.
   
 

Auf ca. 2900 m wird der Hüttenverbindungsweg Martin-Busch-Hütte - Similaunhütte erreicht. Auf diesem hinab und weiter nach Vent.
   
   
 

Similaun

Vordere Ölgrubenspitze