Rieserferner Gruppe

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Gr. Windschar
 

Lenkstein

3237 m

 

Steckbrief: Charakteristik: leichte Felstour
  Schwierigkeit: F (Fels I) 
  Ausgangspunkt, Talort: Rein in Taufers/ Reintal 1595 m
Stützpunkt: ---
  Höhenmeter: Hütte: ---/ Gipfel: 1642 m/ Insgesamt: 1642 m
  Zeit: Hütte: ---/ Gipfel: 5 std/ Aufstieg: 5 std/ Abstieg: 3,5 std
  Karte: Tobacco-Karte 035 Rieserfernergruppe
  Highlight: Gewaltiger Blick auf die eisgepanzerten Nordseiten des Hochgall
  Tourdaten: 01.09.06;  Andy + Gerhard + Annemarie
   
 

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Route:  
 

Rein (Parkplatz Säge) - Ursprungtal - Westflanke - Firnfeld -  Südostgrat - Lenkstein -  und zurück

Knapp hinter dem Parkplatz überquert man den Bacherbach (Brücke) und wandert auf Steig-Nr. 8c an seinem orogr. linken Ufer in dichtem Wald taleinwärts. Nach dem Überqueren des Tristenbaches und dem nochmaligem Übersetzen über den Bacherbach, erreicht man die Furtalm, 1787 m. Ab hier verengt sich das Tal schluchtartig (eigentlicher Beginn des Ursprungtals) und es geht in Kehren bergan, ehe man bei knapp 2000 m den Bach (jetzt Ursprungbach) zum dritten Male überquert und für den weiteren Aufstieg auf dessen orogr. rechter Seite bleibt. Der Steig führt so in den Oberen Kessel des Ursprungtales, wo er auf ca. 2300 m in den Arthur-Hartdegen-Weg (Steig-Nr. 8a) mündet. Nun nach rechts (im Aufstieg), in der Folge erneut über den Ursprungbach und schließlich über große Gletscherschliffe zum Wegkreuz, ca. 2375 m. Nun links ab, auf Steig-Nr. 8 wiederum über den Ursprungbach und kurz nördlich auf einen steinigen Rücken, auf dem mehrere verfallene Militärbaracken stehen, 2480 m. Ab hier stets gen Osten über Moränengelände auf den dunklen Felskamm, der die Westflanke des Lenksteins rechts der Gipfelfalllinie durchzieht und die Reste des nördl. Teils des Lenksteinferner in einen unter dem Fenner Eck liegenden und einem links des Lenksteingipfels liegenden Teil trennt (obwohl die Westseite des Lenksteinkammes von Muklar Spitz bis zur Patscher Schneid vergletschert ist und z.T. zerklüftete Eisfelder aufweist, wird dieser Zustand in den meisten Karten ignoriert). Den Markierungen folgend über Gletscherrückzugsgelände rechts unterhalb eines unbenannten Schuttkopfes (P. 2955m) durch die Westflanke bis zum Ausstieg auf das Firnfeld südlich des Gipfels, 3098 m. Nun nicht rechts auf dem Weg zum Lenksteinjoch weiter, sondern links haltend über das Firnfeld auf den Einschnitt im Südostgrat zuhalten, zu dem das Firnfeld heraufreicht. In leichter Blockkletterei (I) über den Südostgrat auf den Gipfel.

Abstieg wie Aufstieg.

   
Beschreibung:

 

 

Auf dem Weg zum Lenksteinferner: die höchste Erhebung (links der Bildmitte) ist der Lenkstein, 3237 m. Deutlich ist die auf der Karte nicht wiedergegebene Restvergletscherung ersichtlich. Diese gliedert sich in einen Arm links des Lenksteingipfels und in einen Teil, der unterhalb des Fenner Ecks, 3123 m (rechts der Bildmitte) liegt. Die tiefste Einsattelung (genau über dem Kopf von Gerhard) ist das Lenksteinjoch, 3084 m, ein Übergang zur Neuen Barmer Hütte.
   
 

Ausblick vom Beginn der Westflanke auf die Zunge des Lenksteinferners und auf die Schauseite des Hochgalls mit hinterer Nordwand und Hängegletscher. Die Einsattelung links der Bildmitte ist das Patscher Törl, 3082 m.
 

Durch Moränengelände rechts am Schuttkopf (P. 2955 m) vorbei in den oberen Teil der Westflanke...
 

... der immer wieder drastische Blicke auf die z.T. zerklüftete  Restvergletscherung unterhalb des Fenner Ecks, 3123 m (links der Bildmitte) erlaubt. Bei einem derart gewählten Anstiegsweg wäre das Fenner Eck durchaus ein lohnendes Hochtourenziel.
   
 

Der Gipfelaufbau des Lenksteins. Jetzt nur noch das Firnfeld links haltend zum Südostgrat (in der Draufsicht) queren...
   
 

... den Südostgrat in leichter Blockkletterei (I) hinauf...
   
 

... und schon winkt das kleine Gipfelkreuz mit Buch.
   
 

Geschafft: am Gipfel des Lenksteins, 3237 m.
   
 

Man kann sich eigentlich nicht genug an König und Königin der Rieserferner Gruppe satt sehen: Hochgall, 3436 m (links) und Schneebiger Nock 3358 m (rechts).
 

 

 
 

Im Norden zieht die wuchtige Rötspitze, 3495 m alle Blicke auf sich.
     
 

Tiefblick vom Gipfel nach Rein zu Füßen der Durreck Gruppe. Dahinter der Zillertaler Hauptkamm.
     
 

Blick aufs Firnfeld und auf  P. 3171 m (rechts der Bildmitte), über den der Weg zum Lenksteinjoch führt. Rechts, leicht verdeckt von P. 3171 m, das Fenner Eck. Im Hintergrund von rechts nach links Mittlere Ohrenspitze, 3005 m, Gr. Ohrenspitze, 3101 m und Almerhorn 2986 m über den kärglichen Resten des Almer Kess.
     
 

Im Abstieg begegnen uns ganze "Horden" auf dem Südostgrat...
     
 

... schnell geht`s wieder über das Firnfeld hinab...
     
 

... und schon ist das Gletscherrückzugsgelände mit der Zunge des Lenksteinferners erreicht.
     
 

Im Abstieg ist die Größe des Geländes um die verfallenen Militärbaracken deutlicher zu erkennen, als im Aufstieg. Über den Aufstiegsweg (Steig-Nr. 8c) durchs Ursprungtal geht es hinab zum Parkplatz (Steig-Nr. 8b ist wesentlich länger und aufgrund des ständig feuchten Untergrunds nicht zu empfehlen).
   
   
 

Lenkstein

Schneebiger Nock