Rieserferner Gruppe

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Gr. Windschar
 

Schneebiger Nock

3358 m

 

Steckbrief: Charakteristik: Gletschertour
  Schwierigkeit: PD (Eis 40°/ Fels I) 
  Ausgangspunkt, Talort: Rein in Taufers/ Reintal 1595 m
Stützpunkt: Hochgallhütte (Kasseler Hütte) 2274 m 
  Höhenmeter: Hütte: 680 m/ Gipfel: 1080 m/ Insgesamt: 1760 m
  Zeit: Hütte: 2 std/ Gipfel: 3,5 std/ Aufstieg: 5,5 std/ Abstieg: 4 std
  Karte: Tobacco-Karte 035 Rieserfernergruppe
  Highlight: Abwechslungsreiche Überschreitung; Routen-findung im Abstieg über den westl. Rieserferner
  Tourdaten: 14.-15.08.03;  Andy + Andrea + Gerhard + Annemarie + Markus N.
   
 

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Route:  
 

Rein (Parkplatz Säge) - Sommerweg - Hochgallhütte - östl. Schneebiger-Nock-Ferner - Nordgrat - Nordostgrat - Schneebiger Nock - Südostgrat - Firnflanke - westl. Rieserferner - Hochgallhütte - Rein (Parkplatz Säge)

Vom Parkplatz zunächst über den Bacherbach zum südlichen Berghang des Talkessels. In lichtem Lärchenwald (Weg-Nr.8) empor zur Eppacher Alm, 2041 m. Hier ist die Waldgrenze erreicht, anschließend in freiem Gelände zur schon weithin sichtbaren Hütte.

Von der Hütte geht es gegen Süden auf die Moränenkuppe, vorbei am Tristensee, anschließend Wegkreuz aller Gipfelanstiege der Umgebung. Nach rechts (im Aufstiegssinn) auf Steig-Nr.1 zunächst unter der Westwand des Tristenöckls hindurch und über eine kleine Felswand in den Einschnitt des Tristenbaches absteigen (Holzleiter). Über den Bach (Brücke) und in angenehmer Steigung über Blockhänge zum offenen Moränengelände unter dem östl. Schneebiger-Nock-Ferner. Ab hier lediglich Begehungsspuren. Am (im Aufstiegssinn) rechten Rand der Schutthänge geht es weiter aufwärts bis zum Beginn des Gletschers (viel ist nicht mehr übrig!), den man stellenweise an seinem äußersten westlichen Rand betritt. Über Blockgelände erreicht man nach rechts ansteigend den Nordgrat, der den östl. und westl. Schneebiger-Nock-Ferner trennt, 2880 m. Auf dem Grat bis zu einer breiten felsig-firnigen Schulter, 3054 m. Das jetzt mäßig geneigte, schneefeldartige Gratstück aufwärts, das bald am Vorgipfel in den Nordostgrat übergeht. Vom Vorgipfel geht es ohne viel Steigung über den Blockgrat ( I ) und einen kurzen ausgesetzten Firngrat (bei Vereisung unangenehm) zum Gipfel.

Vom Gipfel den brüchigen Südostgrat ( I ) bis auf ca. 3200 m hinab. Anschließend den 100 m hohen, ca. 40° steilen Firnhang gegen Norden auf den westl. Rieserferner hinab. Nun zum westlichen Arm des Gletschers über mehrere Spaltenzonen (Vorsicht!) queren. Anschließend s-förmig im rechts-links-Bogen auf das Teilstück des westl. Rieserferners das Tristenferner genannt wird. Weiter zum Gletschertor absteigen und über Gletscherschliffe hinab, bis man auf den Steig (Weg-Nr.4) zum Magerstein trifft. Über diesen in wenigen Minuten, östlich am Tristennöckl vorbei, zur Hochgallhütte. Abstieg auf den Hüttenweg zum Parkplatz.

   
Beschreibung:

 

 

Auf dem Weg zur Hochgallhütte. Da wir genügend Zeit hatten, wählten wir als Hüttenanstieg ein Teilstück des landschaftlich abwechslungsreichen Arthur-Hardegen-Wegs.

(Wegverlauf: auf Steig-Nr.8c ins Ursprungtal, weiter (Markierung 8b) durch die Schlucht des Ursprungbaches. Anschließend nach rechts auf den eigentlichen Arthur-Hardegen-Weg (Markierung 8, 8a). Im weiteren Verlauf westlich an der Riesernock vorbeimogelnd zur Hochgallhütte; Geh-zeit insgesamt ca. 4,5 std)

     
 

Unser Übernachtungsziel ist erreicht: die Hochgallhütte (auch: Kasseler Hütte, Rifugio Roma)
   
 

Die Route über die Nordseite bis zum Vorgipfel ist von der Hütte aus einsehbar und bietet keine Orientierungsprobleme. Zur Übersicht ist hier unsere komplette Route mit Pfeilen dargestellt. Die Schlüsselpassagen der Tour befinden sich im Abstieg: der 40° steile Firnhang im Anschluss an den Südostgrat und die Route über den Gletscher  durch die Spaltenzonen.
   
 

Auf der Moräne in Richtung des östl. Arms des Schneebiger-Nock-Ferners. Der Jahrhundert-sommer 2003  hat davon nicht mehr viel übrig gelassen...
   
 

rechts über den Resten des Ferners an geeigneter Stelle auf den Nordgrat und anschließend zur Firnschulter ansteigen.
   
 

Auf dem hier breiten Nordgrat. Der westl. Teil des Schneebiger-Nock-Ferners ist wesentlich weniger abgeschmolzen.
   
 

Kurz nach der Vereinigung des Nordgrats mit dem Nordostgrat: Auf der blockigen Gratschneide, zuletzt über ein schmales Gratstück (meist Firngrat) zum Gipfel.
   
 

Wir genießen die Gipfelaussicht (+ Gipfel-schnaps)...
   
 

Anschließend ist Fachsimpeln über den besten Weg durch die Spaltenzonen des westl. Rieserferners angesagt. Im Bildhintergrund Hochgall, 3435 m (links) und Wildgall, 3272 m (rechts).
   
 

Von oben sah´s orientierungsmäßig doch einfacher aus... spannend war´s allemal...
   
   
 

Lenkstein

Schneebiger Nock