Stubaier Alpen

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Breiter Grieskogel
 

Pflerscher Hochjoch

3166 m

 

Steckbrief: Charakteristik: leichte Grattour
  Schwierigkeit:
  Ausgangspunkt, Talort: Gasthof Feurerstein/ Gschnitz 1281 m
Stützpunkt: Bremer Hütte 2413 m 
  Höhenmeter: Hütte: 1132 m / Gipfel: 760 m/ Insgesamt: 1892 m
  Zeit: Hütte: 3,5 std / Gipfel: 3,5 std/ Aufstieg: 7 std/ Abstieg: 5 std
  Karte: DAV-Karte 31/1 Hochstubai
  Highlight: Ausblicke auf den Stubaier Hauptkamm und auf den Gletscherbruch des Grüblferners
  Tourdaten: 22.-23.09.05;  Andy + Lenz
   
 

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Route:  
 

Gasthof Feuerstein - Laponesalm - Simmingalm/-see - Bremer Hütte -  Simmingjöchl - Aperer-Feuerstein-Ferner - Scharte 3026 m - Schuttgrat (NW-Grat) - Pflerscher Hochjoch (N-Gipfel) - Schuttgrat - Nürnberger Scharte - Aperer Feuersteinferner - und weiter zurück wie Aufstieg

Vom Gasthof Feuerstein auf dem Fahrweg (Steig-Nr. 102) bis zur Laponesalm, 1472 m. Zunächst weiter auf dem Fahrweg talein, alsbald beim Hinweisschild rechts ab und südwärts am Hang über die Steilstufe in Kehren empor bis auf die Simmingalm mit dem Simmimgsee, 2010 m. Nach Süden über den Boden einwärts und über die Gletscherschliffe des Mittereggs schließlich zur Bremer Hütte, 2413 m.

Ab der Hütte in Richtung Simmingjöchl immer am bezeichneten Steig über dem Talgrund taleinwärts, schließlich in Kehren gegen Westen auf das Simmingjöchl, 2764 m. Ab hier links über den Blockgrat (Steinmänner, bez.) nach Süden zum Gletschertor des Aperen-Feuerstein-Ferners absteigen. Über den unproblematischen Ferner gegen Süden aufwärts, wobei Aperer Feuerstein und Nürnberger Scharte rechts liegen bleiben. Anschließend in die tiefste Einscharterung, 3026 m des vom Pflerscher Hochjoch gegen Nordwesten herabziehenden Schuttgrats queren. Auf diesem stets gutmütig und breit weiter aufwärts und über eine Firnschulter zu den letzten zwei steilen, brüchigen Aufschwüngen unter dem Nordgipfel. Nicht schwer, aber heikel (überaus brüchig und labil!) auf den Gipfel.

Abstieg wie Aufstieg. Variante: den Schuttgrat nicht bei der Scharte 3026 m nach rechts verlassen, sondern weiter auf diesem abwärts in die Nürnberger Scharte, 2914 m. Bei Bedarf kann aus der Scharte noch der Apere Feuerstein, 2968 m mitgenommen werden. Von der Nürnberger Scharte über den Aperen-Feuerstein-Ferner hinab bis zum Gletschertor. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.

   
Beschreibung:

 

 

Der idyllische Boden der Simmingalm mit dem leicht verlandeten Simmingsee (ganz links) vor dem Abfall der Steilstufe ins Gschnitztal...
     
 

Blick über die Gletscherschliffe des Mittereggs hinaus ins Gschnitztal...
   
 

... von hier aus ist`s nicht mehr weit bis zur gemütlichen Bremer Hütte...
   
 

... mit ihrer Terrasse am hütteneigenen See, inklusive Paradeblick auf Simmingferner, Aperer Feuerstein, 2968 m (ganz rechts), Pflerscher Hochjoch, 3166 m (links der Bildmitte) und Schneespitze, 3178 m (ganz links).
   
 

Auf dem gemütlichem Steig über dem Talgrund ist das Simmingjöchl, 2764 m bald erreicht...
   
 

... auf dem überraschend eine kleine, urige Zollhütte logiert. Schade, dass es hierfür keinen Schlüssel gibt. Der Lenz zeigt die Richtung an: weiter gegen Süden den bez. und Steinmännern nach...
   
 

... von wo aus man bereits einen sehr guten Überblick über den weiteren Anstieg gewinnt. Der Aufstiegsweg ist mit roten Pfeilen markiert, die Abstiegsvariante mit gelben Pfeilen. Den Rücken weiter bis zum Aperen-Feuerstein-Ferner absteigen...
   
 

... dessen Gletschertor bald erreicht ist. Auf dem Bild ist rechts der Apere Feuerstein, 2968 m und links davon die Nürnberger Scharte, 2914 m zu erkennen.
   
 

Spalten gibt`s auf dem Aperen-Feuerstein-Ferner keine, allerdings ist auf die Abflüsse des Oberflächenwassers zu achten.
   
 

Blick von der obersten Bucht des Aperen-Feuerstein-Ferners auf die Innere Wetterspitze, 3055 m über dem Simmingjöchl...
   
 

... und auf die Ruderhofspitze, 3473 m (Bildmitte).
   
 

Der Schuttgrat, der den Simmingferner im Osten, vom Grüblferner im Westen trennt, wird über die Scharte 3026 m (links der Bildmitte, tiefster Punkt) nach unproblematischer Querung erreicht.
   
 

Jetzt hat man einen klasse Blick auf den Wilden Freiger, 3418 m und den Gletscherbruch des Grüblferners direkt zu seinen Füßen...
   
 

...der hier, direkt unter der Scharte, sehr zerrissenen ist.
   
 

Malerisch präsentiert sich auch die oberste Firnbucht des Grübelferners unter dem Gipfelaufbau des Östl. Feuersteins, 3268 m. Eigentlich liebäugelten wir mit einer Besteigung des Östl. Feuersteins, waren aber leider aufgrund des späten Aufbruchs von der Hütte im Zweifel, ob die Spaltenbrücken aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (bereits Mittag!) noch tragfähig waren...
   
 

... weshalb wir uns lieber auf das Pflerscher Hochjoch als Gipfel verlegten und den Grüblferner mit seinen aufgrund der Schneeauflage verdeckten Spalten nicht betreten haben...
   
 

... und weiter auf dem stets gut gangbaren Schuttgrat in Richtung Pflerscher Hochjoch an Höhe gewannen.
   
 

Gemütlich und ohne eine einzige Kletterstelle geht es hier aufwärts...
   
 

... bis die Firnschulter vor den letzten Aufschwüngen zum Gipfel erreicht ist.
   
 

Der bisher breite Rücken verjüngt sich hier zu einer schmalen Gratschneide, die klettertechnisch nicht schwierig, aber überaus brüchig ist. Hier muss man wirklich Aufpassen, um nicht zusammen mit einem Block auf den Grüblferner abzufahren.
   
 

Wir verzichteten deshalb auch auf die letzten 20 Hm zum Nordgipfel, was aber unserer "Gipfelbrotzeit" keinen Abbruch tat.
   
 

Tiefblick auf Simmingferner und Talboden.
   
 

Für ein Wiederkommen ist der Östl. Feuerstein, 3268 m schnell als Gipfelziel ausgemacht. Dann vielleicht - bei entsprechender Firnauflage - als Eistour über die einladende Nordflanke.
   
 

Beim Abstieg ist die Nürnberger Scharte, 2914 m schnell erreicht. Dahinter der Apere Feuerstein, 2968 m.
   
 

Blick von der Nürnberger Scharte auf die Anstiegsseite, die von der Nürnberger Hütte heraufführt. Im Hintergrund, rechts der Bildmitte, der Abbruch des Grüblferners aus dem Becken zwischen Östl. und Westl. Feuerstein.
   
 

Schließlich begegneten wir beim Abstieg noch mehreren "Einheimischen"...
   
 

... ehe uns das wohlverdiente Hüttenbier empfing.
   
   
 

Hochreichkopf

Längentaler Weißkogel

Pflerscher Hochjoch

Ruderhofspitze

Wechnerwand

Wilder Freiger

Winnebacher Weißkogel

Zwieselbacher Roßkogel