Venediger Gruppe

  Tour wählen:

 

 

Dreieckspitze
 

Rötspitze

3495 m

 

Steckbrief: Charakteristik: hochalpine Grattour
  Schwierigkeit: PD ( Fels II ) 
  Ausgangspunkt, Talort: Kasern im Ahrntal 1566 m
Stützpunkt: Lenkjöchlhütte 2603 m 
  Höhenmeter: Hütte: 1037 m/ Gipfel: 892 m/ Insgesamt: 1929 m
  Zeit: Hütte: 3 std/ Gipfel: 3 std/ Aufstieg: 6 std/    Abstieg: 4,5 std
  Karte: Tobacco-Karte 035 Rieserfernergruppe
  Highlight: anregende Gratkletterei auf einen großartigen Berg; grandiose Gipfelschau
  Tourdaten: 23.-24.08.04;  Andy + Andrea + Gerhard + Annemarie + Markus W. + Markus N.
   
 

  Druckversion 

Route:  
 

Kasern (Parkplatz Kupferbergwerk) - Rötalm - Röttal - Lenkjöchlhütte - Rötkees - Untere Rötspitze - Nordostgrat - Rötspitze - und zurück

Vom Parkplatz am Bergwerk auf Steig-Nr. 11 nordöstlich durch Lärchenwald bis zu einer Kapelle (1674 m). Bald danach ist die Waldgrenze erreicht. Der Weg führt weiter über offenes Gelände vorbei an alten Bergwerkstollen, die um ca. 1525 aufgelassen worden waren. An den dem Tal den Namen gebenden zerklüfteten roten Felsen entlang über eine Felsstufe zum sog. Röttalkreuz (2064 m). Danach geht es eben dahin zur Talweitung der Röttalalmen. An der Äußeren Rötalm (2116 m; kleiner Ausschank) vorbei führt der Weg das Hochmoor talein zur verfallenen Inneren Rötalm. (2125 m). Danach steigt der Weg wieder über einige begrünte Riegel an, gewinnt rasch an Höhe und läuft an der orographisch rechten Talbegrenzung des Röttales dem Lenkjöchl mit der darauf thronenden Lenkjöchlhütte zu.

Von der Hütte auf Steigspuren in südöstliche Richtung auf den erdig-felsigen Beginn des Rückens, der in gerader Linie zur Unteren Rötspitze liegt. Den Rücken aufwärts bis man auf das Rötkees trifft. Über den hier max. bis 30°-steilen Gletscher (Anseilen!) zick-zack empor bis zur Unteren Rötspitze, 3290 m. Hier beginnt der eigentliche Nordostgrat, der zuerst horizontal über eine lange wächtengesäumte Firnschulter zieht. Am Beginn des Gipfelaufbaues quert man am oberen Rand der ostseitigen Firnflanke etwas nach links in die Ostflanke und gelangt über kaminartige Felsstufen (Schlüsselstelle leicht abdrängend, aber mit Trittstiften versichert, außerdem Sicherungsmöglichkeit) und Schrofen zu einer schneebedeckten weiteren schulterartigen Verflachung des Nordostgrates. Der nächste Aufschwung, der direkt zum Gipfel führt, wird auf der Gratkante genommen, die im obersten Teil ausgesetzt und infolge des nicht immer sicheren, abgerundeten Gesteins auch nicht ganz ungefährlich ist.

Abstieg wie Aufstieg. Ab der Lenkjöchlhütte besteht die Möglichkeit alternativ über das Windtal zum Ausgangspunkt abzusteigen.

   
Beschreibung:

 

 

Der Hüttenweg führt interessanterweise an mehreren alten Bergwerkstollen vorbei. An den Hinweistafeln erfährt man die Geschichte des jeweiligen Stollens.
     
 

Die gemütliche Rötalm auf 2116 m ist erreicht, ein Glas Buttermilch (wer`s  mag), oder eine kühle Halbe geht immer...
   
 

Nach der Rötalm beginnt das idyllische Hochmoos, das den gesamten Kessel des Röttales bedeckt.
   
 

Über dem Hochmoos thront der Wächter des Röttales: die Rötspitze, unser morgiges Gipfelziel. Der Nordostgrat als Anstiegsweg (von links nach rechts; im Bild markiert) wird schon mal in Augenschein genommen.
   
 

Rückblick zur Lenkjöchlhütte: Von der Hütte gegen Südost (Steigspuren) auf den Rücken der in direkter Linie von der Unteren Rötspitze zur Hütte zieht.
   
 

 Im Blockwerk den Rücken empor, bis man auf den oberen Teil des Rötkeeses trifft.
   
 

Das mäßig geneigte Rötkees hinauf bis zur Unteren Rötspitze...
   
 

Die Untere Rötspitze (3290 m) ist erreicht. Im Bild links der Ausblick auf die einsame Reichenspitzgruppe in den Zillertaler Alpen.
   
 

Das nach Osten abfließende Wellitz Kess reicht bis zum Nordostgrat herauf. Ab der Unteren Rötspitze immer den Nordostgrat empor: im Bild sind deutlich die beiden Grataufschwünge zu sehen. Der erste wird leicht ostseitig angegangen, er beherbergt die versicherte, abdrängende Felsstufe. Der zweite wird direkt an der Gratkante erklettert.
   
 

Die abdrängende Felsstufe im ersten Grataufschwung: mit Trittstiften und Haken (oberhalb) zum Sichern kein Problem...
   
 

Kaum ist der erste Grataufschwung gemeistert, bäumt sich auch schon der zweite Grataufschwung auf...
   
 

die letzten Meter an der Gratkante zum Gipfel: die abgerundeten Felsen sind manchmal unangenehm.
   
 

Die Krönung einer klasse Tour: unsere Mannschaft am Gipfel...
   
 

Gipfelaussicht Teil I: das weite Umbalkees, ganz links die Dreiherrenspitze, 3499 m. Rechts der Bildmitte im Hintergrund der Großvenediger, 3666 m.
   
 

Gipfelaussicht Teil II: die Fernsicht reicht über den Hochgall (3436 m), bis in die Dolomiten...
   
 

Irgendwann mussten wir uns von der Gipfelschau losreißen... schließlich ging`s auf dem Anstiegsweg zurück zur Lenkjöchlhütte.
   
   
 

Rötspitze